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Deutsche Zeitschrift für Horrorstudien | German Journal of Horror Studies

CFP: Literatur und Angst

Das nächste Themenheft der literaturkritischen Zeitschrift “Kritische Ausgabe” widmet sich dem Komplex “Angst und Literatur” (via H-Germanistik).

Deadline: 17. Mai 2010

Die Kritische Ausgabe sucht Texte zum Thema »Angst«!

Unser nächstes Heft wird sich mit dem Komplex »Angst und Literatur« beschäftigen.

Angst! Was ist Angst? Was hat Angst mit Literatur zu tun? Es ist schwer, den Begriff der Angst eindeutig zu definieren. Ist Angst mit der Beschreibung »Engigkeit in der Brust« einfach zu erklären? Oder hält man es lieber wie die Gebrüder Grimm: »angst ist nicht blosz mutlosigkeit, sondern quälende sorge, zweifelnder, beengender zustand überhaupt.«? Will man Angst als »das älteste und stärkste Gefühl«, wie es H.P. Lovecraft schreibt, oder laut Johann Georg Hamann etwa als »einzigen Beweis unserer Heterogenität«, sehen? Man kann sich »Angst« von vielen verschiedenen Seiten her nähern und doch scheint es, dass man den Begriff nie ganz genau fassen kann. Es ist das Unbestimmte, das Unbekannte, welches dieses Gefühl beherrscht und es so schwer bestimmen lässt.

Und dennoch ist Angst etwas Grundsätzliches und gehört zu jedem Leben. Daher verwundert es auch nicht, dass »Angst« eines der großen Grundmotive in der Literatur ist, wie etwa auch die »Liebe«. Die Angst der Verfolgten wird genauso literarisch verarbeitet, wie die Angst vor der Schreibblockade. Es gibt vielfältige Arten von der Angst und mindestens genauso viele unterschiedliche Herangehensweisen und Möglichkeiten diese Ängste darzustellen, zu illustrieren, zu entdecken, zu hinterfragen und zu diskutieren.

Für ihr nächstes Themenheft sucht die »Kritische Ausgabe – Zeitschrift für Germanistik und Literatur« wissenschaftliche Beiträge, die nicht nur den germanistischen Blickwinkel abdecken, sondern auch Texte aus dem Bereich der Philosophie, Psychologie oder Soziologie, die sich im Rahmen des Themas beispielsweise dem strukturellen Textaufbau, der inhaltlichen Themen-, Orts- und Personenwahl, der zeitgenössischen oder wissenschaftlichen Rezeption, der Wirkungsgeschichte im jeweiligen Leserkreis (auch im historischen Kontext) oder den Konjunkturen der ANGSTliteratur widmen. Ebenso können Autoren- oder Werkportraits zu bekannten oder vergessenen Schriftstellern des Genres einen wichtigen Beitrag zur Erforschung dieses literarischen Komplexes leisten.

Die »Kritische Ausgabe« ist eine literaturkritische Zeitschrift, die seit 1997 im Umfeld des heutigen Instituts für Germanistik, Vergleichende Literatur- und Kulturwissenschaft der Universität Bonn erscheint und 2004 durch ein Online-Magazin ergänzt wurde. Sie wurde von einer studentischen Redaktion ins Leben gerufen und richtet sich an eine Leserschaft, die sich für historische und theoretische Hintergründe von Literaturproduktion und -rezeption interessiert. Nach den letzten Veröffentlichungen zu »Familie« und »Europa« soll nun das Thema »Angst« im Mittelpunkt der Untersuchung stehen.

Die Texte sollten einen Umfang von 18.000 Zeichen, inklusive Leerzeichen und Anmerkungsapparat, nicht überschreiten. Zunächst erbitten wir ein Kurzexposé von nicht mehr als 3500 Zeichen.

Für Erich Kästner etwa standen Angst und Phantasie in einem unmittelbaren Zusammenhang: Wenn jemand keine Angst habe, habe er auch keine Phantasie, folgerte er einmal. – In diesem Sinne freuen wir uns auf ihre Artikelvorschläge!

Redaktionsschluss ist der 17. Mai 2010.

Bei Interesse und Fragen wenden Sie sich bitte an:

Ute Friederich
Kritische Ausgabe Zeitschrift für Germanistik und Literatur
Institut für Germanistik, Vergleichende Literatur- und Kulturwissenschaften
der Universität Bonn
Am Hof 1d, 53113 Bonn
0228/3 36 18 18
0171/43 17 809
friederich@kritische-ausgabe.de
http://www.kritische-ausgabe.de

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