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CALIGARI
Deutsche Zeitschrift für Horrorstudien | German Journal of Horror Studies

Kolloquium zur Filmzensur

Im Juni veranstaltet die Deutsche Kinemathek im Berliner Kino Arsenal ein zweitägiges Kolloquium zum Thema Filmzensur. Titel:  “Gefährliches Kino? Filme im Konflikt mit Gesetz, Geld und Gesellschaft” (via www.filmmuseum-berlin.de/).

Gefährliches Kino? Filme im Konflikt mit Gesetz, Geld und Gesellschaft
Ein Kolloquium der Deutschen Kinemathek – Museum für Film und Fernsehen

11. und 12. Juni 2010
Kino Arsenal

Sind Filme gefährlich? Restriktive Maßnahmen wie Zensur und Altersbeschränkungen begleiten den Film seit seiner Geburtsstunde und belegen sein – tatsächliches oder fiktives – Gefahrenpotenzial. Beispiele aus mehr als 100 Jahren Filmgeschichte geben Aufschluss über Wandelbarkeit und Kontinuität von Zensurentscheidungen mit ihren nicht zu unterschätzenden Auswirkungen auf Filmgeschichtsschreibung sowie Produktions- und Distributionspraktiken. Strafrechtliche Verbote, Jugendschutzgesetze  und Zugangsbeschränkungen erweisen sich bis heute häufig genug als juristischer Ausdruck gesellschaftlicher Tabus. So legen die immer wieder aufflammenden Diskussionen darüber, was mit welchen Mitteln zu welchem Zweck dargestellt werden darf, vor allem die sich wandelnden Normen einer Gesellschaft offen. Umgekehrt ist die visuelle Provokation und Tabuverletzung ein wesentlicher Bestandteil filmischer Produktion und stellt für bestimmte Genres geradezu eine Existenzberechtigung dar. Welche Funktion erfüllen diese Filme, die sich am Rande des Erlaubten und Erträglichen bewegen, und wie finden sie ihr Publikum? Wie gehen Archive mit den unliebsamen Beständen fragwürdiger und umstrittener Filme um? Wie kann der Herausforderung  begegnet werden, die das Internet als neues Verbreitungsmedium von strafrechtlich und urheberrechtlich problematischen Bewegtbildern darstellt? Das Kolloquium widmet sich diesen und weiteren Fragen zu verbotenen, beschnittenen und skandalisierten Filmen.

>> Programm als pdf

Kontakt und Anmeldung: Anke Hahn, ahahn@deutsche-kinemathek.de

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